20 Jahre SPD

Anne Will am 6.5.18:

… die reichsten 10% der Deutschen besitzen knapp 63% des Gesamtvermögens aller Bundesbürger

und allein das reichste 1% besitzt 31%

die unteren 50 % der Deutschen besitzen nur 2,6% des Vermögens

22,5% der Beschäftigten arbeiten in Deutschland aktuell für unter 10,5 €/h, 2006 waren es noch 20,3%

Will: Herr Scholz, die SPD ist seit mittlerweile 20 Jahren an der Macht oder an der Macht beteiligt, mit Ausnahme der Jahre zweineun bis zweidreizehn, warum haben Sie in all den Jahren zugelassen, daß sich die Verhältnisse entwickelt haben, wie sie sich entwickelt haben?

Will stellt die Frage an Finanzminister Scholz (SPD) 3 mal – und Herr Scholz versucht nicht einmal im Ansatz, diese Frage zu beantworten, stattdessen: „große Veränderungen“, „Brexit“, „Trumpwahlen“, „Reaktionen auf globalen Trend“, „wir müssen“, „Ziel haben“, usw.

Nun, tatsächlich ist es nicht nötig, daß Herr Scholz die Frage beantwort:

Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleineren Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas -:  vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahin gegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.

schrieb Kurt Tucholsky bereits 1932.

 

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