…sogar wenn er lügt, lügt er …

„Blühende Landschaften“ – die sollte es künftig im Osten des wiedervereinigten Deutschlands geben, versprach Helmut Kohl im Juli des Wahljahres 1990. … Später räumte Kohl intern ein, die Öffentlichkeit über den Zustand der „neuen Bundesländer“ im Osten belogen zu haben.

Original-Ton Kohl: „Wir haben die miese Lage bewusst nicht – das war nicht zufällig, wir haben darüber diskutiert – wir haben bewusst, wie wir glaubten, psychologisch richtigerweise, die Negativzahlen nicht hochgespielt.“

spiegel.de 26.5.18

Tatsächlich dürfte Kohl die wirtschaftliche Lage der DDR ziemlich wumpe gewesen sein, die DDR sollte nur schnellstmöglich in den Geltungsbereich des Grundgesetzes gebracht und die DDR – Wirtschaft platt gemacht werden.

Für ersteres bediente man sich der Herren Lothar de Maizière (letzter Ministerpräsident der DDR), dem vom Westen dessen Cousin Thomas de Maizière zur Seite gestellt wurde. Erwähnt werden muß auch ein gewisser Günther Krause (1990 Parlamentarischer Staatssekretär beim Ministerpräsidenten der DDR und mit Wolfgang Schäuble Verhandlungsführer beim deutsch-deutschen Einigungsvertrag), der später durch verschiedene Affären auf sich aufmerksam machte.
Für zweiteres wurde die Treuhandanstalt geschaffen.

Er nannte auch einen Grund dafür, die Unwahrheit gesagt zu haben: Er habe das Selbstwertgefühl der Ostdeutschen nicht schädigen wollen, erklärte er seinen Vertrauten.

ebenda

Und das will man dem Volk nun glauben machen.

„…sogar wenn er lügt, lügt er …“ ist eine Zeile aus Theobald Tigers Gedicht von 1926 „Zwei Seelen“, man erfährt in diesem auch, wie KT über solche Menschen denkt.

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